Hauptinhalt

Geschichte

Vom Hotel zur Schule

 Salern im Jahre 1911Ein luxuriöses Höhenhotel thronte oberhalb von Vahrn. Modern und komfortabel war es ausgestattet, teilweise mit Warmwasser und Kachelofenheizung. Eine Bibliothek und sogar einen Friseursalon beherbergte das Hotel. Das war im Jahre 1911. Auf den Gedanken unterhalb der Schlossruine Salern ein Hotel zu bauen, war der Wiener Bankier Robert Schattera gekommen, lockte die Vahrner Gegend am Ausgang des Schalderer Tales mit Weinbergen und Kastanienhainen doch viele Gäste aus dem Ausland an.
Schattera hatte den Brugger-Hof, den späteren Salerner Bauernhof, und das umliegende Areal gekauft und in kurzer Zeit einen Hotelbau fertig gestellt.
An eine freie Zufahrt hatte er nicht gedacht, was sich bei der Inbetriebnahme als großer Nachteil erwies. Der Bankier geriet in eine finanziell auswegslose Situation. In einem Hotel in Brixen nahm er sich das Leben.

Im Ersten Weltkrieg blieb der Fremdenverkehr aus. Das Ende des Hotels zeichnete sich ab. Schließlich wurden die Räumlichkeiten als Lazarett benutzt.
1918 erwarb der Kapuzinerorden das Gebäude. Ein Jahr später richtete der Orden in Salern sein Privatgymnasium ein, das bis 1963 bestehen blieb.
Eine Unterbrechung des Gymnasiums gab es in der Zeit der 20-monatigen Besetzung Südtirols durch die Nationalsozialisten, als aus dem Seminar eine NS-Hauptschule wurde.
Dann setzten die Patres ihre Ausbildung wieder fort. Doch wegen Ordensnachwuchsproblemen wurde aus dem Priesterseminar im Jahre 1963 eine staatliche Einrichtung, die Mittelschule. Die Führung behielten bis 1987 die Patres.

In diese letzte Periode (1963-1987) fielen der Bau von "Neu-Salern" und Sportanlagen. Laien wurden in den Lehrkörper aufgenommen, der Erziehungsstil änderte sich. Auf die Patres kamen neue Pflichten zu, wie Plenarsitzungen, Notenkonferenzen und Fortbildungskurse.

Salern im Jahre 20091987 übersiedelte die Landwirtschaftsschule von Haslach nach Salern. Im Jahre 1999 folgte ihr die Hauswirtschaftsschule „Bühlerhof“, seit dem Schuljahr 2002/03 gibt es sie als Vollzeitschule in Salern nicht mehr. Hauswirtschaftliche Kenntnisse und Fertigkeiten werden in der Erwachsenenbildung gelehrt.

Im Jahre 2002 wurde die schuleigene Sennerei ins Leben gerufen. Die Schüler und auch Außenstehende haben die Möglichkeit, Grundfertigkeiten in der Milchverarbeitung zu lernen und auszubauen. Im gleichen Jahr wurde unter Mithilfe der Schüler ein Schaugarten angelegt, in welchem bekannte und fast in Vergessenheit geratene Kräuter sowie Gemüsesorten gepflanzt und geerntet werden.

2007 ging der angrenzende Hof "Bruggerhof" in den Verwaltungsbereich der Schule über, wurde sukzessive zu einem Bio- und Lernbauernhof umgestaltet.

Seitenanfang