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SOKUL

Dieses Projekt wurde im Jahr 2012 abgeschlossen.

Diversifizierung spielt in der Berglandwirtschaft eine wichtige Rolle. Eine Schlüsselaufgabe der landwirtschaftlichen Fachschulen ist es, Bäuerinnen und Bauern zu Neuem zu ermutigen und produktionstechnische Alternativen vorzustellen. Eine solche Alternative ist die Direktvermarktung von Gemüse und Beerenobst.

Im September 2008 startete an der Fachschule Salern das Projekt „Naturnahe Produktionsmethoden für Gemüse- und Beerenobstanbau". Im Rahmen dieses Projekts wurden Weiterbildungen für Direktvermarkter von Gemüse und Beerenobst angeboten. Die Veranstaltungspalette reichte von einem mehrtägigen Lehrgang über eine Gemüsetagung bis hin zu Flurbegehungen. Auch eine zweitägige Gemüselehrfahrt nach Österreich stand am Programm. Die Resonanz der Teilnehmer war durchwegs positiv.

Deshalb startete im September 2009 das gleichnamige Folgeprojekt. Im Unterschied zum ersten Projektjahr stand diesmal der Beerenobstanbau im Zentrum. Im aktuellen dritten SOKUL-Projekt geht es schwerpunktmäßig um Kräuter und Zwetschgenanbau.

Die Projektziele lauten:

  • Wissensvermittlung
  • Unterstützung bei der Schaffung eines wirtschaftlichen Standbeins
  • Förderung der Vernetzung unter den Produzenten
  • Sensibilisierung der Produzenten und Konsumenten (umweltschonende Produktion, Regionalität)
  • Verbesserte Produktqualität Austellung Kohlgemüse
  • Nachhaltigkeit

Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbeziehung der Konsumenten. Bei Gemüsebauern und Konsumenten besonders beliebte Projekt-Veranstaltungen sind die Salerner Gemüseausstellungen. Nach Kohl- und Minigemüse standen Schulgarten und Glashaus im Mai 2011 im Zeichen der Kräuter.

Kräuterausstellung vom 26.05.11 bis 29.05.11

.Vom 26. bis 29. Mai 2011 lud die Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern zur Besichtigung einer Kräuterausstellung. Rund 300 Kräuter- und Gartenfreunde folgten der Einladung ins Gewächshaus der Schule.

Gemüseausstellungen zu verschiedenen Themen haben in Salern bereits Tradition. Diesmal drehte sich alles um bekannte Küchenkräuter und Raritäten. Erstmals bei einer Ausstellung gab es eine Zusammenarbeit mit der nahegelegenen sozialpsychiatrischen Reha-Einrichtung Bartgaishof, wo seit Jahren eine große Kräutervielfalt angeboten wird. Der Bartgaishof stellte für die Ausstellung Besonderheiten wie Olivenkraut, Drachenkopfmelisse oder das Verjüngungskraut zur Verfügung.

Die Fachschule Salern selbst zeigte vor allem die Vielfalt bei gängigen Küchenkräutern wie Thymian, Basilikum und Petersilie. Besonders die Sortenvielfalt bei Basilikum brachte manchen Besucher ins Staunen. Insgesamt baute das Team der Fachschule Salern von dieser beliebten Pflanze 150 Sorten an. Rund 100 davon waren bei der Ausstellung zu bewundern und machten mit ihrem Duft Lust auf mediterrane Gerichte.Sieger im Verpackungswettbewerb für Kräutermischungen

Begleitend zur Ausstellung bot am Sonntag Kräuterpädagogin Heike Stertz zwei Wildkräuterwanderungen an. Weiters fanden zwei Kräuter-Kochkurse mit Küchenmeister Jakob Marmsoler von der Landesberufsschule Emma Hellenstainer statt. Alle Begleitveranstaltungen waren gut besucht und erhielten zahlreiche positive Rückmeldungen.

Im Rahmen der Kräuterausstellung fand auch ein Verpackungswettbewerb für Kräutermischungen statt. Der Sieger – Siegfried Platzer mit seinen Stilfser Bergkräuter – wurde am Sonntag prämiert. (s. Bericht) 

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