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Das Hesse-Projekt

Hermann Hesse

Hermann Hesse

Anlass des klassenübergreifenden Projektes an unserer Schule war die feierliche Übergabe des Bildteppichs von Eva Froschmayr. Die Kunsthandwerkerin aus Vahrn hatte sich vom Gedicht „Magie der Farben" von Hermann Hesse inspirieren lassen und den farbenfrohen Teppich in Handarbeit hergestellt. 2005 gewann sie dann mit ihrem  Werk in der Schweiz einen internationalen Preis.

Magie der Farben

Magie der FarbenGottes Atem hin und wieder,
Himmel oben, Himmel unten,
Licht singt tausendfache Lieder,
Gott wird Welt im farbig Bunten,

Weiß zu Schwarz, und Warm zum Kühlen
Fühlt sich immer neu gezogen,
Ewig aus chaotischem Wühlen,
Klärt sich neu der Regenbogen.

So durch unsre Seele wandelt
Tausendfach in Qual und Wonne
Gottes Licht, erschafft und handelt,
Und wir preisen Ihn als Sonne.

Die Raiffeisenkasse Eisacktal konnte den Bildteppich erwerben und stellte ihn  der Schule als Schmuck für die Eingangshalle zur Verfügung.

Am 06. November wurde der Teppich in einer feierlichen Zeremonie der Schule übergeben.

Frau FroschmayrMit Freude begrüßte die Direktorin Juliane Pellegrini, Direktorin der Fachschule Salern, die Schüler und Lehrer, Rudi Rienzner, Präsident der Raiffeisenkasse, Karl Leitner,  Direktor der Raiffeisenkasse, sowie  Eva Froschmayr, Kunsthandwerkerin aus Vahrn.

Im Rahmen des Unterrichtsfaches Deutsch beschäftigten wir uns mit Hermann Hesse, besonders mit seinen Gedichten. Beim Studieren seiner Biographie entdeckten wir, dass Hesse auch ein begeisterter Maler war.

Übergabe des Bildes Aus diesem Grund wählten wir vier von seinen Aquarellen, dazu passend jeweils ein Gedicht und versuchten die Stimmungen, die Hesse im Laufe der Zeit durchlebt hat, zu charakterisieren. Wir trugen Gedichte vor und lasen aus Hesses Lebenslauf.


Wozu Hermann Hesse  uns Schüler außerdem noch inspiriert hatte, stellten wir anschließend vor.

Lebenslauf HesseMartin Mussner und Anton Niederstätter beschäftigten sich mit  Hermann Hesses Biographie.

Die zweiten Klassen hatten Hesses Gedichte gelesen und sich im Rahmen einer Gedichte-Werkstatt selbst  intensiv in der Dichtkunst geübt.
Hannes Mahlknecht und Othmar Obkircher stellten die Gedichte vor.

Besonders gelungen ist das Gedicht „Im Nebel" von Tobias Karnutsch.

Nebel 

November, ein grauer Nebeltag,
Ich lief schon zehnmal auf und ab.
Gleiche Stelle, gleicher Ort,
Ich weiß nicht, wie komm ich von hier fort?

Wo sind Familie und die Freunde?
Zusammen hatten wir viel Freude,
Ist das mein Schicksal, muss ich sterben?
Hier im Nebel, wo selbst die Lautesten Stimmen verderben?

Alles ist trüb, nur selten ertaste ich einen Stein,
Was würde ich geben, um zu Hause zu sein.
Einen Funken Hoffnung habe ich errungen,
Als ein Sonnenstrahl ist durchgedrungen.

Nun sehe ich meinen Weg schon wieder,
Und kann singen fröhliche Lieder.
In der Ferne seh‘ ich meinen Opa mit schwarzem Hut,
Jetzt geht's mir endlich wieder gut.Nebelgedicht

Martin Kalser und Hannes Rottensteiner hatten sich vom Gedicht „Im Nebel" inspirieren lassen.

Mit dem Thema „Auf der Suche" hatten sich Benedikt Lunger und Andreas Steiner auseinander gesetzt.

Andrea Staudacher und Simon Stoll hatten sich zu Hesses Zitaten Gedanken gemacht.

Eine Bläsergruppe sorgte für die musikalische Umrahmung.

Abschlussfoto„Ich habe mein Leben gehabt, wie es mir passte, und es hat mir an nicht an Freiheit und an Schönem gefehlt, aber ich bin doch immer allein geblieben."
Mit diesem Zitat von Hermann Hesse beendete die Moderatorin Stefanie Stofner die Feier und bedankte sich bei allen Anwesenden. Gäste  und Schüler freuten sich über die gelungene Feier.

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